Erbschaft

Kultur des Gebens

Auch in Deutschland etabliert sich zunehmend eine Kultur des Gebens. Die Motive hierfür gründen häufig auf dem Wunsch, die eigenen Ideale, das Lebenswerk oder die Wertvorstellungen über das Leben hinaus zu fördern.

Mit einem Erbe und der Verfügung darüber, wie es verwendet werden soll, lässt sich die Zukunft im eigenen Sinne gestalten. Eine steigende Zahl von Menschen hält ihren letzten Willen schriftlich fest, um zu gewährleisten, dass das Erbe nach den persönlichen Vorstellungen verwendet wird.

Die sogenannte Testierfreiheit beschreibt das Recht, welche Personen oder Anliegen im eigenen Nachlass Berücksichtigung finden sollen. Die Formulierung eines Testaments erfordert viel Nachdenken, Abwägen und Entscheiden. Letztlich ist es immer hilfreich, diesem Prozess Zeit und Raum zu geben. Viele empfinden auch Gespräche mit Angehörigen und Freunden als hilfreich.

Die Auseinandersetzung mit dem letzten Willen ist immer auch Ausdruck, sich seiner Verantwortung und der Frage zu stellen „Was wenn ich einmal nicht mehr bin?“. Den eigenen Nachlass geregelt zu haben, erleben viele Menschen als Erleichterung.

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Melanie Bruno
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